Katholische Jugend sagt „Hello“ und „Goodbye“

erschienen am 11 Januar, 2010 um 10:17 pm erstellt von in Aktuell

Begrüßung des neuen Jahres und Abschied von Bernd Steinrötter

Am Sonntagabend wurde in der Gelsenkirchener Liebfrauenkirche Bernd Steinrötter als Stadtjugendpfarrer Gelsenkirchens verabschiedet. Als „letzte Amtshandlung“ zelebrierte er gemeinsam mit Stadtdechant Wilhelm Zimmermann, Propst Manfred Paas und Bruder Anno von den Amigonianern den Neujahrsgottesdienst der Katholischen Jugend in der Liebfrauenkirche in der Gelsenkirchener Neustadt. Die Verabschiedungsfeier im Anschluss nutzten zahlreiche Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft, um Bernd Steinrötter für sein Engagement zu danken und ihm viel Glück für seine neue Aufgabe zu wünschen. Er wird im Frühjahr seinen Dienst als Pastor der Gemeinde Liebfrauen in Gelsenkirchen-Beckhausen antreten.

0606_steinroetterBernd Steinrötter (Jg. 1964) war seit 2002 in Gelsenkirchen als Stadtjugendpfarrer tätig. Gleichzeitig hatte er das Amt des Stadtseelsorgers des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) inne. Zudem leitete er das Philipp-Neri-Zentrum als Jugendpastorales Zentrum der Kath. Jugend. Bis zur Schließung Ende 2005 im Rahmen der Umstrukturierung des Bistums Essen führte er das Katholische Jugendamt (KJA). Nach der Neuordnung der Geschäftsbereiche des KJA wurde die Kath. Jugendsozialarbeit gGmbH gegründet, die als Träger der Jugendberufshilfe Förderkorb und der neugegründeten Mobilen Jugendarbeit fungiert. Steinrötter prägte das Unternehmen als Aufsichtsratsvorsitzender.

Mit seinem Namen ist die Umgestaltung der Liebfrauenkirche und des Philipp-Neri-Zentrums, der Aufbau der Kath. Jugendsozialarbeit, Impulse in der Verbandsarbeit und nicht zuletzt Projekte, wie „Zwischen Himmel und Erde“ im Hochseilgarten verbunden.
Diesen Bogen spannte Stadtdechant Wilhelm Zimmermann in seiner Ansprache. Der Hochseilgarten sei Sinnbild für die Arbeit des Stadtjugendpfarrers gewesen, habe er sich doch „häufig von einem Seil zum anderen hangeln müssen“. Auch Oberbürgermeister Frank Baranowski würdigte die Verdienste Steinrötters, unterstricht aber, dass seine Rede kein Nachruf sei: „Sie bleiben uns in Gelsenkirchen ja glücklicherweise erhalten, das ist gut, denn wir haben noch große Erwartungen an Sie“, rief er dem Geehrten zu. In den Grußworten des Diözesanjugendpfarrers Klaus Pfeffer kamen auch die Umstrukturierungen im Bistum Essen zur Sprache, so seien die Jahre der Amtszeit des Seelsorgers keine leichten gewesen, sei dem Jugendbereich doch „besonders viel zugemutet worden“. Kämpferisch und leidenschaftlich habe Steinrötter diesen Prozess begleitet. Dies trifft sicherlich auch auf den Aufbau der Katholischen Jugendsozialarbeit zu. Steinrötters Verdienste in diesem Zusammenhang stelle Geschäftsführer Holger Ott heraus und stellte eine Wesenseigenschaft heraus, die für Steinrötter typisch ist, das tiefe und ehrliche Interesse an Mensche, die ihn umgeben. Dies hob auch Propst Manfred Paas hervor, der Steinrötter im Gottesdienst allerlei Symbole in einen Rucksack legte, mit dem er sich nun in Richtung Beckhausen aufmachen kann.

Bernd Steinrötter vergegenwärtigte sich in seinen Worten an die Festgäste das Weihebild, das er sich zur Priesterweihe vor 12 Jahren ausgewählt hatte, auf dem ein Sämann zu sehen ist. Es sei ein für seine Arbeit sehr zutreffendes Bild: So achte der Sämann auf den Moment und teile aus, was ihm geschenkt wurde. „Ich bin hier viel mehr beschenkt worden, als Ihr meint“, sagte Steinrötter besonders zu den vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Gleichzeitig schrieb er Ihnen aber zum Abschluss auch einen Appell ins Stammbuch: „Ich wünsch euch offene Ohren für die Mitmenschen um euch, offene Augen für die Nöte dieser Zeit und einen offenen Mund, der von dem erzählt was wir tun und woran wir glauben.“ (Text: Felix Krebber)

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