Zeigen, dass Glaube verbindet

erschienen am 28 Oktober, 2009 um 11:57 am erstellt von in Aktuell, Presseinformationen

Stellungnahme von Stadtjugendpfarrer Bernd Steinrötter zur Ernennung des neuen Ruhrbischofs Franz-Josef Overbeck

GE, 28.10.2009: Der neue Ruhrbischof heißt Franz-Josef Overbeck. Am Mittag gab Dompropst Otmar Vieth den Namen des Oberhirten für 920.000 Katholiken zwischen Ruhr und Lenne in Essen bekannt.
In einer ersten Stellungnahme äußerte sich Gelsenkirchens Stadtjugendpfarrer Bernd Steinrötter zu dieser wichtigen Personalie:

Ich freue mich sehr über die Entscheidung Roms, Franz-Josef Overbeck zum Bischof von Essen zu ernennen. Mit Overbeck wird jemand das Ruhrbistum leiten, dem die Region nicht fremd ist. Overbeck wurde 1964 in Marl geboren, trat seine Kaplansstelle ganz in der Nähe in Haltern am See an. Ich wünsche mir, dass er auch die Herzen der Menschen im Ruhrgebiet ansprechen und gewinnen wird.
Gerade in dieser für das Bistum so schwierigen Zeit ist es gut, dass die Vakanz nach dem Weggang von Bischof Genn kürzer ausgefallen ist, als viele es befürchtet haben.

Der Umbau des Bistums ist nicht abgeschlossen. Hier wird sich Overbeck in meinen Augen einerseits den Strukturen zuwenden müssen. Hier kann er auf seine Erfahrungen bauen, die er als Diözesanadministrator im Bistum Münster beim Übergang von Bischof Lettmann zu Bischof Genn gesammelt hat. Dies wird aber nicht reichen, sondern vor allem müssen die Inhalte unseres Glaubens in den Blick genommen werden. Mir scheint es in dieser Zeit notwendig, den Menschen in den Städten und Gemeinden unseres Bistums zu zeigen, dass Glauben etwas Verbindendes ist und sich nicht hinter Kirchentüren versteckt. Wir müssen die Menschen spüren lassen, dass wir als Katholische Kirche auch unter veränderten Rahmenbedingungen für sie da sind.

Für die katholische Jugendarbeit in Gelsenkirchen, das Philipp-Neri-Zentrum und den Bund der Deutschen Katholischen Jugend mit seinen Mitgliedsverbänden, wünsche ich mir, dass wir recht schnell mit dem neuen und jungen Bischof in Kontakt kommen und er die vielfältige katholische Jugendarbeit in Gelsenkirchen kennen lernt. Im Vergleich zu anderen Städten im Bistum hat diese in Gelsenkirchen eine besondere Gestalt, die sich in einem Schwerpunkt auf Jugendsozialarbeit ausdrückt. Einrichtungen, wie die Jugendberufshilfeeinrichtung Förderkorb und die Mobile Jugendarbeit haben im Ruhrbistum sicherlich eine Vorreiterrolle.

Für die Aufgaben, die vor ihm liegen wünsche ich ihm im Namen der katholischen Jugendverbände und der katholischen Jugend in Gelsenkirchen von Herzen alles Gute und Gottes Segen.