Mehr als eine fromme Idee

erschienen am 09 Mai, 2007 um 10:59 am erstellt von in Aktuell

Weihbischof Grave begrüßt Gründung der „Kath. Jugendsozialarbeit Gelsenkirchen gGmbH“

9.5.2007 (GE); „Jetzt sind alle Partner im Boot, die Gründung der „Kath. Jugendsozialarbeit Gelsenkirchen gGmbH“ ist abgeschlossen“, meldete heute Stadtjugendpfarrer Bernd Steinrötter. Die „Katholische Jugendsozialarbeit Gelsenkirchen gGmbH“ ist ein Dienstleister für benachteiligte Jugendliche in Gelsenkirchen. 0705_kjs2Die Tätigkeitsfelder gliedern sich in zwei Bereiche, zum einen die Jugendberufshilfeeinrichtung „Der Förderkorb“, zum anderen die „Mobile Jugendarbeit“. Geschäftsführer Holger Ott umreißt die Arbeit der Gesellschaft mit einem prägnanten Satz: „Die KJS steht für Offene Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Jugendberufshilfe aus einem Guss“.

Die gemeinnützige GmbH wurde am 1.1.2007 gegründet, nachdem mit Ende des Jahres 2006 das Katholische Jugendamt als bisheriger Träger der beiden Angebote im Zuge des Reformen des Bistums Essen geschlossen wurde. Seit Mai 2007 ist nun die Gesellschaftsgründung mit dem Beitritt der Ordensgemeinschaft der Amigonianer in den Kreis der Gesellschafter abgeschlossen. Weihbischof Franz Grave machte auf der heutigen Pressekonferenz die ideelle und materielle Unterstützung des Ruhrbistums deutlich und freute sich über das Engagement für benachteiligte Jugendliche in Gelsenkirchen. Die KJS sei „mehr als eine fromme Idee“, machte er den Mitarbeitern der Einrichtung Mut. Grave bezeichnete es als „Skandal“, wenn gute Hauptschüler mit Abschluss keine Ausbildung fänden, nur weil sie diese Schulform besuchten. „Es fehlen die Möglichkeiten Kompetenzen zu entwickeln. Jugendliche müssen erfahren können, dass sie etwas wert sind.“

Genau dort setzt die 1987 gegründete Jugendberufshilfeeinrichtung der Kath. Jugend in Gelsenkirchen, „Der Förderkorb“, an. Gerade bei jungen Leuten in der Situation des Überganges kann die Einrichtung mit einem breiten Projektportfolio punkten. Die Angebotspalette reicht von Beratung und Ausbildungsvorbereitung, Vermittlung von Praktikums- und Ausbildungsplätzen über Betreuung und Qualifizierung von Menschen mit Aktiv-Job („1-€-Jobs“) bis hin zum „Hereinschnuppern“ in Handwerksberufe in der eigenen Holz- und Metallwerkstatt. Abgerundet wird das Angebot der neu gegründeten gGmbH durch die seit 2005 bestehende „Mobile Jugendarbeit“. Hierbei handelt es sich um einen rollenden Jugendtreff für Jugendliche, die von klassischen Angeboten, wie Jugendheimen, nicht erreicht werden. Das Gemeinschaftsprojekt der „Kath. Jugendsozialarbeit Gelsenkirchen gGmbH“ und des „Bauverein Falkenjugend e.V.“ organisiert freizeitpädagogische Angebote für Jugendliche in Gelsenkirchen. Das Spektrum reicht von der wöchentlichen Betreuung an festgesetzten Standpunkten im Stadtgebiet über Graffiti-Workshops, Musik- und Videoprojekte bis hin zu Kursen wie Selbstverteidigung. Das Projekt wird von der Stadt als innovativer Ansatz offener Jugendarbeit gefördert und geht 2008 in die kommunale Regelförderung über.

Die Gesellschafter der gGmbH sind die vier künftigen Großgemeinden in Gelsenkirchen, die Propstei St. Urbanus, GE-Buer, diePropstei St. Augustinus, GE-Mitte, die Gemeinde St. Hippolytus, GE-Horst, St. Joseph, GE-Schalke, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Stadtverband Gelsenkirchen, die Ordensgemeinschaft der Amigonianer und das Laiengremium der Stadtkirche, der Katholikenrat. Aufsichtsratsvorsitzender ist immer der aktuelle Stadtjugendpfarrer Gelsenkirchens, momentan Pfarrer Bernd Steinrötter, Geschäftsführer der gGmbH ist Holger Ott. Beschäftig sind in dem Unternehmen 28 Mitarbeiter. kre

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