Don-Bosco-Tag machte Vielfalt erlebbar

erschienen am 31 Januar, 2011 um 7:15 pm erstellt von in Aktuell, Kraft der Vielfalt, Philipp-Neri-Zentrum, Presseinformationen

Bischof Overbeck: „Offene Jugendarbeit ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe“

Die Vielfalt katholischer Jugendsozialarbeit wurde beim Don-Bosco-Tag der offenen Kinder- und Jugendarbeit am Sonntag, 30.1.2011 im Philipp-Neri-Zentrum sichtbar. Dabei lenkten die Veranstalter den Blick auf das Thema Integration. Im vergangenen Jahr kontrovers diskutiert, sollte der Tag Auftakt für die Intensivierung des Dialogs zwischen den Kulturen und Religionen in Gelsenkirchen sein.

Quelle: BDKJ Gelsenkirchen

Zum Don-Bosco-Tag im Bistum Essen hatten der Gelsenkirchener Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), das Philipp-Neri-Zentrum, die Ordensgemeinschaft der Amigonianer und die Kath. Jugendsozialarbeit (KJS) eingeladen. Unter den Gästen war auch Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck, der mit einer Hl. Messe in der Liebfrauenkirche in der Neustadt den Tag eröffnete. In seiner Predigt würdigte er die Bemühungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Offene Jugendarbeit ermögliche gesellschaftliche Teilhabe durch das Lernen von sozialem Miteinander und der Vorbereitung auf das Arbeitsleben. Sie ermögliche ein Leben in Würde. „Wir Christen dürfen uns nicht zuerst mit uns selbst, sondern sind dafür da uns mit den Schwachen zu beschäftigen“, erinnerte er die Kirchenbesucher. Mit Blick auf das benachbarte Philipp-Neri-Zentrum als jugendpastorales Zentrum der katholischen Jugend in Gelsenkirchen unterstrich er: „Die Herausforderung für die Kirche ist es, nicht bei sich selbst stehen zu bleiben, sondern Ungewohntes auf sich zu nehmen. Das Philipp-Neri-Zentrum ist ein lebendiges Beispiel hierfür“.

Quelle: BDKJ Gelsenkirchen

Im Philipp-Neri-Zentrum eröffnete die katholische Jugend im Rahmen einer Informationsbörse ihr Jahresthema „Kraft der Vielfalt“ zu Integration und interreligiösem Dialog mit einem ersten Erfahrungsaustausch. Hierbei wurden Beispiele für Integrations- und Dialogbemühungen aus der Jugendarbeit der Amigonianer, der katholischen Jugendverbände, des Philipp-Neri-Zentrums, der Mobilen Jugendarbeit und der Jugendberufshilfeeinrichtung Förderkorb vorgestellt. Als Dialogpartner waren, neben Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck, auch Dr. Detlef Schneider-Stengel als Islambeauftragter der Kath. Stadtkirche, Mehmet Ayas als Integrationsbeauftragter der Stadt Gelsenkirchen und Fatih Aydin, Dialogbeauftragter der VIKZ-Moscheevereine in Gelsenkirchen anwesend und nutzen die Gelegenheit zum Austausch miteinander und zur Information über die bereits laufenden Integrationsbemühungen der katholischen Jugend.

Gemeinsam mit dem Interkulturellen Arbeitskreis will die katholische Jugend im Jahr 2011 Integration und interreligiösen Dialog zum Thema von Fachdiskussionen und pädagogischen Angeboten machen. Künstlerische Ergebnisse, wie ein Rap-Musikstück und eine gestaltete Themenwand waren erste sichtbare Ergebnisse. Die Themenwand, auf der auch Bischof Overbeck einen Impuls hinterließ, soll inhaltlicher Ankerpunkt zum Jahresthema sein. Auf Pappkartons schildern Kinder und Jugendliche ihre Erfahrungen mit dem Thema Integration und zeigen Probleme, aber auch Lösungsvorschläge auf.

Hier geht es zu dem Rap-Video…

Lothar Jekel vom Philipp-Neri-Zentrum zum Ansatz der Organisatoren: „Das Jahresthema wird Werkstattcharakter haben. Bisher gibt es bewusst kein festes Programm für das Jahr, wir wollen uns vielmehr auf Begegnungen einlassen, aus denen sich dann Veranstaltungsformen und Initiativen ergeben können. Wir möchten gemeinsam am Thema arbeiten.“ So seien Moschee- und Synagogen-Besuche denkbar, wie auch Kirchenbesichtigungen von muslimischen oder jüdischen Gruppen, auch eine Diskussionsrunde mit Experten sei im Laufe des Jahres geplant, vieles sei aber bewusst offen, der Don-Bosco-Tag ein erster Auftakt, so Jekel.

Der Don-Bosco-Tag wird jedes Jahr von den Einrichtungen der offenen Kinder und Jugendarbeit organisiert und findet dezentral in vielen Einrichtungen im Bistum Essen statt. Er möchte auf das Engagement für benachteiligte Jugendliche aufmerksam machen. Namenspatron ist der Heilige Don Bosco, Ordensgründer der Salesianer Don Boscos, der sich im 19. Jahrhundert für benachteiligte Jugendliche einsetzte. Sein Leben gibt Beispiel für die offene Kinder- und Jugendarbeit.

Mehr zum Thema: WAZ Gelsenkirchen, 31.1.2011, http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/Mit-Respekt-und-Freundschaft-id4225264.html

Mehr Fotos hier: http://www.flickr.com/photos/bdkj/sets/72157625822108349/

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